Zum 250. Geburtstag von Fürstin Lucie von Pückler-Muskau (1776-1854) wird im Park und Schloss Branitz in Cottbus mit einem umfangreichen Programm an die Ehefrau des Fürsten Pückler erinnert. Das Themenjahr „Frauenreich“ wurde am Geburtstag der als „Grüne Fürstin“ bekannten Gartengestalterin am Donnerstag eröffnet, teilte die Stiftung Fürst-Pückler-Museum mit. Zum Auftakt wurden auch die Open-Air-Ausstellung „Fürstin Lucie Pückler in Branitz“ über die frühen Entwicklungsphasen des Parks und eine Sonderausstellung im Schloss eröffnet.
Im Schloss würden damit anhand von Möbeln, Asiatika, Gemälden und persönlichen Briefen neue Einblicke in das Leben der Fürstin Pückler gegeben, hieß es. So entstehe ein facettenreiches Bild von der wissbegierigen jungen Frau bis zur souveränen Gestalterin von Branitz. Stiftungsvorstand Stefan Körner erklärte, der Stiftungsauftrag sollte künftig um die Erforschung und Vermittlung des Erbes von Lucie Pückler erweitert werden.
Bedeutende Objekte wieder in Branitz
Kuratorin Simone Neuhäuser betonte, neben dem größten Exponat, der 660 Hektar großen Parklandschaft, seien zum Themenjahr bedeutende Objekte aus dem Besitz der Fürstin erstmals wieder nach Branitz zurückgekehrt. Dazu gehörten ein vermutlich von Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) entworfener Sekretär und zahlreiche Briefe aus dem Familienarchiv.
Lucie Pückler wurde am 9. April 1776 als Lucie Gräfin von Hardenberg-Reventlow in Hannover geboren, heiratete 1817 in zweiter Ehe den neun Jahre jüngeren Fürsten Hermann von Pückler-Muskau (1785-1871) und starb am 8. Mai 1854 in Branitz. Das Themenjahr läuft bis zum 1. November.