Richtfest bei Römischen Bädern im Park Sanssouci
Potsdam (epd).

Bei der seit Mai 2024 laufenden Sanierung der Römischen Bäder im Potsdamer Park Sanssouci ist ein wichtiger Bauabschnitt abgeschlossen worden. Am Montag wurde an den Bädern das Richtfest gefeiert. Die Wiedereröffnung des von Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) und Ludwig Persius (1803-1845) zwischen 1829 und 1841 geschaffenen Ensembles sei für das Jahr 2029 geplant, teilten die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) in Potsdam mit.

Finanziert wird die umfassende Sanierung aus einem gemeinsamen Sonderinvestitionsprogramm von Bund, Brandenburg und Berlin für den Erhalt der preußischen Schlösser und Gärten. Die Baukosten liegen bei etwa 19 Millionen Euro.

Architektonische Juwelen

Saniert werden den Angaben zufolge das gesamte Gebäudeensemble und die Gartenanlagen. Schäden an Gebäuden, Stützmauern und Freianlagen sollen behoben, die Dachstühle statisch ertüchtigt, die Dacheindeckungen und Putzfassaden erneuert und die Innenräume sowie die Kunstwerke restauriert werden.

Der Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Christoph Martin Vogtherr, nannte das Richtfest einen „wichtigen Meilenstein“. Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) sagte, sie sei froh, „dass wir gemeinsam mit dem Bund und Berlin den Alterungs- und Verfallsprozess stoppen konnten“. Auch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) sagte, er sei froh, dass „solche architektonischen Juwelen“ auch für künftige Generationen erhalten bleiben.

Die Römischen Bäder sind architektonisch und stilistisch an römischen Vorbildern orientiert. Gebadet wurde in den Bädern allerdings nie.