Im sächsischen Pirna-Graupa ist von Samstag an eine Ausstellung anlässlich des 200. Todestages von Carl Maria von Weber (1786-1826) zu sehen. Unter dem Titel „Ohne Weber kein Wagner?“ werde dem „prägenden Einfluss“ des Komponisten auf seinen jungen Kollegen Richard Wagner (1813-1883) nachgegangen, teilte die Stadtverwaltung Pirna am Montag mit. Gefragt werde nach konkreten Verbindungen zwischen beiden Persönlichkeiten.
Dass es zahlreiche persönliche Berührungspunkte zwischen ihnen gab, sei weniger bekannt. Vor allem für den Knaben Richard Wagner sei der 27 Jahre ältere Komponist und Dirigent Weber ein großes Vorbild gewesen, hieß es.
Die Ausstellung der Richard-Wagner-Stätten Graupa findet in Kooperation mit dem Carl-Maria-von-Weber-Museum Dresden statt. Sie ist bis zum 4. Oktober im Lohengrinhaus zu sehen. Carl Maria von Weber und Richard Wagner wirkten beide als Hofkapellmeister in Dresden und verbrachten die Sommerzeit gern in Domizilen in ländlicher Umgebung.
Experten diskutieren Einfluss fremder Kulturen
Die Dresdner Musikhochschule veranstaltet zum Weber-Jubiläum eine Fachkonferenz in Kooperation mit der Internationalen Carl Maria von Weber-Gesellschaft. Expertinnen und Experten aus Musik- und Kulturwissenschaft diskutieren am 29. und 30. Mai zur Auseinandersetzung mit der Musik fremder Kulturen.
In einer Zeit, in der die deutsche Nationalkultur erst definiert wurde, habe Weber als „musikalischer Kosmopolit“ kontinuierlich „nationalcharakteristische“ Themen anderer Länder verarbeitet. Seine „musikalische Weltkarte reichte von Grönland bis China, von Schottland bis in den arabischen Orient“, hieß es.