Lutherweg soll verlängert werden
Wittenberg (epd).

Mit einem neuen Vorstand will die Deutsche Lutherweg-Gesellschaft neue Projekte umsetzen. Die Mitgliederversammlung habe den Theologen Ekkehard Steinhäuser als Präsidenten des Vereins bestätigt, teilte der Verein in Wittenberg mit. Geplant seien die Verlängerung des Pilger- und Wanderweges von Augsburg nach Nürnberg sowie die Ausweisung mehrerer sächsischer Kirchen als Pilgerkirchen. Neben der Beteiligung am Sachsen-Anhalt-Tag im Juni in Bernburg soll ein Bonussystems für Pilger entlang des Lutherweges eingeführt werden, sagte Steinhäuser.

Eine wichtige Aufgabe werde zudem die Werbung neuer Mitglieder sein. Derzeit liegt die Mitgliederzahl bei 61, sagte der Präsident, der seit 2014 den Verein führt. Neben Städten und Gemeinden am Lutherweg zählen nach Vereinsangaben auch Kirchengemeinden, Vereine und gastronomische Einrichtungen dazu. Um weitere Vorhaben umsetzen zu können, seien zusätzliche Mitstreiter notwendig. Sie sollten möglichst am Lutherweg liegen und könnten auch Stempelstelle werden, hieß es.

60 Stationen in mehreren Ländern

Der Lutherweg ist ein überregionaler Kultur- und Pilgerweg, der historische Lebens- und Wirkungsstätten des Reformators Martin Luther (1483-1546) verbindet. Auf nahezu 3.000 Kilometern führt der Weg zu mehr als 60 Stationen der Reformationsgeschichte, darunter die Wartburg, das Augustinerkloster Erfurt, die Lutherstätten in Wittenberg und Eisleben sowie zahlreiche Kirchen in Mitteldeutschland und angrenzenden Bundesländern. Der Weg bietet sowohl erfahrenen Pilgernden als auch Einsteigern spirituelle, kulturelle und landschaftliche Erlebnisse, hieß es.