Das Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK Leipzig) erhält eine neue Auflage. Vom 26. Oktober bis zum 1. November werden mehr als 200 Produktionen präsentiert, wie das Festival am Donnerstag in Leipzig mitteilte. In vier Wettbewerben konkurrieren 76 Filme um die Goldenen und Silbernen Tauben als Preise. Darunter seien 30 Weltpremieren.
Das Festival widmet in diesem Jahr politischen Filmen aus Lateinamerika eine Retrospektive. Unter dem Titel „Kino und Kampf“ werde über den Freiheitskampf der Menschen in Ländern wie Argentinien, Brasilien oder Chile informiert. Zu sehen sei „radikales politisches Kino Lateinamerikas der 1960er und 1970er Jahre“, hieß es.
Radikale Kinobewegung Lateinamerikas
Die Retrospektive umfasst fünf Lang- und 16 Kurzfilme. Kernstück seien Filme des „Dritten Kinos“ Lateinamerikas, eine radikale Kinobewegung, die dem antikolonialen Kampf des globalen Südens entsprang und gegen soziale Ungleichheit, staatliche Repression und kulturelle Fremdbestimmung aufbegehrte.
Das Festival setzt zudem verstärkt auf Debatten. Unter dem Titel „Positions“ sollen verschiedene Themen tiefgreifend erörtert werden. Filme als Ausgangs- und Anknüpfungspunkt könnten helfen, „einander zuzuhören und ins Gespräch zu kommen, andere Meinungen und Widersprüche auszuhalten und eigene Überzeugungen zu hinterfragen“, hieß es. Es ist die 69. Ausgabe des Leipziger Festivals.