Das Kloster Chorin in Brandenburg soll ab 2028 in eine Landesstiftung überführt und damit dauerhaft gesichert werden. Das Land plane, dann für den Betrieb jährlich 900.000 Euro bereitzustellen, teilte das Kulturministerium am Mittwoch in Potsdam mit. Die Gemeinde Chorin werde 2027 für ein weiteres Jahr die Trägerschaft für die mehr als 700 Jahre alte Anlage übernehmen und auch künftig zentrale Akteurin bleiben.
Das Zisterzienserkloster Chorin wurde 1542 im Zuge der Reformation säkularisiert. Der preußische Baumeister Karl-Friedrich Schinkel (1781-1841) setzte sich später für die Rettung der verfallenden Anlage ein.
Stiftungsgesetz soll 2027 kommen
Kulturministerin Manja Schüle (SPD) erklärte, in Chorin träfen „eines der bedeutendsten Bauwerke der norddeutschen Backsteingotik und die Wiege des preußischen Denkmalschutzes auf Brandenburgs ältestes Musikfestival“, den 1964 in der DDR gegründeten Choriner Musiksommer. Diese Symbiose aus „gelungener Denkmalpflege und außergewöhnlichem Kulturerlebnis“ werde auch künftig sicht- und hörbar bleiben.
Geplant sei, dass Festival und Gemeinde Sitz und Stimme im künftigen Aufsichtsgremium der Stiftung bekommen, hieß es. Ein Gesetz zur Errichtung der Stiftung soll 2027 beschlossen werden. Der bereits im Juni unterzeichnete Besitzüberlassungsvertrag sehe unter anderem vor, dass das Land der Gemeinde die im Landesbesitz befindliche Klosteranlage weiterhin unentgeltlich überlässt und diese die Anlage der Öffentlichkeit zugänglich macht, die wissenschaftliche Erforschung unterstützt sowie eine kulturelle und kirchliche Nutzung gewährleistet.