Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig hat Briefe von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) erworben. Es handele sich um acht Exemplare aus der Hand des Komponisten aus seiner Leipziger Zeit, teilte das Museum am Dienstag in Leipzig mit. Mendelssohn kam 1835 nach Leipzig und hatte zwölf Jahre die Position des Gewandhauskapellmeisters inne.
Zudem konnte die Sammlung des Museums den Angaben zufolge um einen Brief seiner Frau Cecile Mendelssohn Bartholdy (1817-1853) erweitert werden sowie um ein Schreiben von Richard Wagners Schwester Rosalie Wagner (1803-1837).
Die Kuratorin für Musik- und Theatergeschichte am Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig, Kerstin Sieblist, erklärte: „Die Briefe verbinden historischen Wert mit persönlicher Geschichte und ergänzen unseren Bestand perfekt.“
Mendelssohn-Sammlung mit mehr als 3.000 Objekten
Die Autografe des Gewandhauskapellmeisters Mendelssohn richten sich laut Museum an verschiedene Empfänger aus dem beruflichen Umfeld, etwa an die Verleger Friedrich Kistner (1797-1844) und Heinrich Brockhaus (1804-1874). Der Erwerb der Briefe ergänze den Mendelssohn-Bestand des Museums, der mit Autografen, Notendrucken, Bildern und Büchern mehr als 3.000 Objekte umfasse.
Der Ankauf wurde den Angaben zufolge mit Unterstützung der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen und des Museumsfördervereins Hieronymus-Lotter-Gesellschaft möglich.