East Side Gallery wird saniert
Berlin (epd).

Die Berliner East Side Gallery soll in den kommenden Monaten saniert werden. Im Mittelpunkt stehe die Sicherung historischer Mauerreste der früheren DDR-Grenze, teilte die Stiftung Berliner Mauer am Mittwoch in Berlin mit. Außerdem sollen an der vermutlich längsten Open-Air-Galerie der Welt bedeutende Mauerbilder restauriert und mit dem „East Side Lab“ ein Freiraum für Kunstworkshops etabliert werden.

Die East Side Gallery besteht aus mehr als 100 großflächigen Wandbildern auf einem Teilstück der ehemaligen Hinterlandmauer der DDR-Grenzbefestigung. Das 1,3 Kilometer lange Mauersegment an der Spree trennte bis 1989 den Ost-Berliner Stadtteil Friedrichshain von Kreuzberg in West-Berlin. Heute ist die East Side Gallery eine Touristenattraktion.

Graffiti und Vandalismus

Laut Stiftung sollen geeignete Verfahren zur Graffiti-Entfernung und zum Schutz der Bausubstanz erprobt werden. Die Bilder der East Side Gallery werden immer wieder durch Graffiti und anderen Vandalismus beschädigt.

Bis Mittwoch sollte das Mauerbild „Paradise out of the Darkness“ der japanischen Künstlerin Kikue Miyatake von seinem bisherigen temporären Standort an den Originalstandort zurückversetzt werden. Das Werk war 1997 in den hinter der Galerie liegenden Park umgesetzt worden. Ab 20. Oktober will die Künstlerin das von Graffiti überdeckte Werk restaurieren.

Seit mehreren Wochen wird bereits das einzige erhaltene Originalgemälde der Galerie, das Mauerbild „Hands“ von Margaret Hunter und Peter Russell, konservatorisch behandelt. Mit dem „East Side Lab“ soll im Oktober ein Open-Air-Ort für künstlerische Aktivitäten öffnen.