Die Puppentheatersammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) laden zu einem experimentellen Vermittlungsformat ein. Unter dem Titel „Bühne ohne Grenzen“ werde vom 5. September an ein virtueller Erlebnisraum erprobt, teilte die SKD am Montag mit. Besucher und Besucherinnen werde es ermöglicht, virtuelle Marionetten selbst zu bewegen.
Die Gäste der Ausstellung im Kraftwerk Mitte könnten in die Atmosphäre eines originalen Gasthauses der 1950er-Jahre eintauchen, hieß es. Sie bekämen Einblicke in den Aufbau und die Funktionsweise von Marionetten sowie die Praxis des reisenden Puppenspiels. Zentrales Objekt sei eine historische Marionettenbühne der Schaustellerfamilie Ritscher.
Mixed Reality macht Puppen erfahrbar
Sie bilde den Ausgangspunkt sowohl der physischen Präsentation als auch ihrer virtuellen Erweiterung. Oftmals sei die ursprüngliche Funktion der Puppen, ihre Beweglichkeit, in einer Ausstellungspräsentation nicht erlebbar. Mixed Reality biete die Möglichkeit, diese wieder erfahrbar zu machen. Reale Objekte und virtuelle Ebenen würden miteinander verschmelzen.
Die Dresdner Puppentheatersammlung gehört nach eigenen Angaben mit mehr als 100.000 Inventarnummern zu den größten und bedeutendsten ihrer Art weltweit.