Brief von Richard Wagners Mutter kommt ins Museum
Pirna (epd).

Einen Originalbrief von Richard Wagners (1813-1883) Mutter bekommen die Richard-Wagner-Stätten im sächsischen Pirna-Graupa. Johanna Rosine Wagner (1774-1848) soll das Schreiben im April 1836 verfasst haben, wie die Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna am Montag mitteilte. Sie wollte ihrem finanziell angeschlagenen Sohn helfen. In dem Brief bat sie dessen Jugendfreund, den Schriftsteller Theodor Apel (1811-1867), um Unterstützung.

Wie Apel auf ihr Ersuchen reagierte, sei nicht bekannt. Die Übergabe des Briefes an das Museum ist für Donnerstag in Pirna-Graupa vorgesehen. Erwartet werde auch Wagners Urenkelin Dagny Beidler. Der originale Brief kann bis Ende August 2026 im Lohengrinhaus der Richard-Wagner-Stätten besichtigt werden.

„Lohengrin“ im Sommerhaus komponiert

Wagner war von 1843 bis Mai 1849 königlich-sächsischer Hofkapellmeister am Dresdner Hoftheater. In Graupa bei Dresden schrieb er während eines Sommeraufenthaltes 1846 Teile seiner Oper „Lohengrin“. Inspiriert von der Landschaft nahe der Sächsischen Schweiz skizzierte er Texte und komponierte Szenen. Das „Lohengrinhaus“, damals sein Wohnquartier, ist heute Teil der Richard-Wagner-Stätten.