Mit Vorträgen, Führungen und Workshops wird in den kommenden Wochen im Museum Luthers Sterbehaus in Eisleben an 30 Jahre Unesco-Welterbe erinnert. Zur Erinnerung an die Verleihung des Welterbetitels im Jahre 1996 werde dort am 7. August um 17 Uhr zur Sonderführung „30 Minuten Welterbe“ eingeladen, teilte die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt am Sonntag mit.
Was Stachelschwein und Einhorn mit Martin Luther (1483-1546) zu tun haben, können Ferienkinder vom 10. bis 14. August in besonderen Workshops entdecken. Mit einem Spaziergang auf dem Lutherweg in Eisleben werde zudem am 30. August an die lebenslange Präsenz des Reformators in seiner Geburts- und Sterbestadt erinnert. Aus diesem Anlass können Besucher im Sterbehaus Sanduhren basteln. Aber auch Yoga im Welterbe sowie Vorträge zur Welterbestadt Quedlinburg und dem Gartenreich Dessau-Wörlitz werden im August in Eisleben angeboten.
Historisches Sterbehaus blieb nicht erhalten
Nach neueren Forschungen verstarb der Reformator am 15. Februar 1546 in Eisleben im Haus am Markt 56, welches bereits im 16. Jahrhundert baufällig war und nicht erhalten blieb. Seit dem 17. Jahrhundert galt deshalb das Bürgerhaus am Andreaskirchplatz 7 als Sterbehaus. Dieses erwarb 1863 der preußische Staat, ließ es sanieren und dort ein Museum einrichten.
Die Museen Luthers Sterbehaus und Luthers Geburtshaus in Eisleben zählen zusammen mit dem Wittenberger Lutherhaus, dem Melanchthonhaus sowie der Schlosskirche und der Stadtkirche in Wittenberg seit 1996 zum Unesco-Weltkulturerbe. Die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt feiert dies bis zum Jahresende.