Ausstellung zur letzten Volkskammer der DDR
Berlin (epd).

Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Linke) hat am Montag im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus des Bundestages eine Ausstellung über die letzte DDR-Volkskammer eröffnet. 36 Jahre nach der einzigen freien, direkten und geheimen Wahl in der DDR wird bis Dezember mit Fotos und Dokumenten an das geschichtsträchtige Wirken dieses Parlaments erinnert, wie es heißt. Der Titel der Ausstellung lautet „Das Volk ist sich seiner selbst bewusst geworden“.

An der Eröffnung nahmen auch die letzte Volkskammer-Präsidentin Sabine Bergmann-Pohl (CDU), der damalige PDS-Fraktionschef und heutige Linken-Politiker Gregor Gysi (Linke) und der letzte DDR-Außenminister Markus Meckel (SPD) teil. Alle drei waren am 18. März 1990 in die Volkskammer gewählt worden und gehörten ihr bis zu ihrer Auflösung am 2. Oktober 1990 an.

Erste Präsidentin eines Parlaments in der DDR

Am 18. März 1990 wurde die Volkskammer zum ersten und einzigen Mal frei gewählt. Um die 409 Sitze kämpften 24 Parteien und Bündnisse. Am 23. August 1990 beschloss das Parlament den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik am 3. Oktober 1990. Am 28. September des gleichen Jahres fand die letzte reguläre Sitzung der Volkskammer statt.