Die Fasten- und Passionszeit vom Aschermittwoch (18. Februar) bis Karsamstag (4. April) wird von vielen Christinnen und Christen der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) bewusst begangen. Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen laden in diesen Wochen zu besonderen Gottesdiensten und Andachten, Gesprächskreisen, Kreuz- und Pilgerwegen sowie verschiedenen Mitmachaktionen ein, teilte das Landeskirchenamt am Donnerstag in Erfurt mit.
Auch kirchenmusikalisch hält diese Zeit mit Passions-Oratorien in vielen Orten besondere Angebote bereit. Das Motto der diesjährigen bundesweiten evangelischen Fastenaktion lautet „Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“.
Vielerorts wird zur Fastenzeit auch der Schmuck in den Kirchen den Blicken entzogen. So wird etwa im Augustinerkloster Gotha der Altar durch ein von der Künstlerin Bettina Schünemann gestaltetes Fastentuch verhüllt. Dazu erklingen Werke von Wolfgang Carl Briegel (1626-1712), der von 1651 bis 1671 das Musikleben auf Schloss Friedenstein geprägt hatte. Auch im Dom in Halberstadt werden die Flügelaltäre von Aschermittwoch bis Gründonnerstag geschlossen.
Karneval als Startpunkt in den Verzicht
Mit dem Aschermittwoch beginnt nach christlicher Tradition die 40-tägige Vorbereitungszeit auf das Osterfest. Die Bezeichnung „Aschermittwoch“ weist auf alte Übungen hin, nach denen man sich als Zeichen der Buße für begangene Sünden zu Beginn der Fastenzeit mit Asche bestreut hat. Dabei steht die Erinnerung an das Leiden und Sterben Jesu Christi im Mittelpunkt. Mit dem Karneval am Rosenmontag und Fastnachtsdienstag sollte noch einmal ausgelassen gefeiert werden.