Kaum eine Kirche in Thüringen verlangt Eintritt
Erfurt (epd).

Auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) in Thüringen stehen fast alle Gotteshäuser für Besucherinnen und Besucher abseits der Gottesdienstzeiten ohne Eintrittsgelder offen. Seitens der Landeskirchen gebe es auch keine Empfehlungen dazu, teilte eine EKM-Sprecherin auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) in Erfurt mit. Das Thema sei allerdings bereits kontrovers diskutiert worden, wobei die Bandbreite der Meinungen von völliger Ablehnung bis zu absoluter Zustimmung reiche. Bislang werden in vielen Kirchen Spenden erbeten.

Einzig im Saale-Holzland-Kreis verlangen die Schlosskirche in Eisenberg und die Klosterkirche Thalbürgel Eintritt für touristische Besichtigungen. Die Schlosskirche wird von der evangelischen Kirche vor Ort für Gottesdienste genutzt. Eigentümerin des kulturgeschichtlich herausragenden Barockbauwerks ist die Stadt Eisenberg. Die Kirche in Thalbürgel gehört der evangelischen Ortsgemeinde. Hier muss abseits der Gottesdienstzeiten Eintritt gezahlt werden.

Bistum Erfurt: Eintritte kein Thema

Im katholischen Bistum Erfurt sind Eintrittspreise nach Auskunft einer Sprecherin derzeit kein Thema. Dies gelte auch für den gotischen Dom in der thüringischen Landeshauptstadt. Er wird laut Schätzungen von Tourismusverbänden im Jahr von bis zu einer Million Menschen besucht.

Die Diskussion über Eintrittsgelder in Kirchen hatte Fahrt aufgenommen, nachdem das Domkapitel in Köln angekündigt hatte, dass touristische Besucherinnen und Besucher der Kirche ab Juli eine Abgabe zahlen sollen.