Der Berliner Bischof Christian Stäblein hat zur Solidarität mit den Menschen im Iran bei ihren Protesten gegen das Regime aufgerufen. „Gott ist auf der Seite der Geknechteten, der Opfer, der Getöteten auch“, sagte Stäblein laut Redemanuskript am Samstagmorgen im RBB-Hörfunk. Gewalt gegen Menschen im Namen Gottes, wie sie vom Mullah-Regime ausgeübt werde, sei „eine Perversion jeder Religion, ist Missbrauch seines Namens“.
Die Brutalität sei unerträglich, erklärte der Bischof. Er wies auf die Jahreslosung „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu“, hin. Diese verspreche auch in erschreckenden Zeiten Hoffnung. „Gott verheißt, alle Tränen von den Augen der Menschen abzuwischen, verspricht, dass Leid und Geschrei und Schmerz nicht mehr sein werden.“
Tausende Tote befürchtet
Seit Ende Dezember gibt es anhaltende Proteste im Iran. Das Regime reagiert mit Gewalt und Abschaltung des Internets. Menschenrechtsorganisationen melden Tausende Tote und Festnahmen.