Weihnachtsmarkt-Anschlag: Mehr Entschädigungsanträge von Betroffenen
Magdeburg (epd).

Die Zahl der Entschädigungsanträge von Betroffenen des Anschlags auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt vom 20. Dezember 2024 ist auf mittlerweile 467 gestiegen. Über das sogenannte Fallmanagement werden aktuell 463 Geschädigte, deren Angehörige, Hinterbliebene oder Nahestehende betreut, wie das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt am Dienstag in Magdeburg mitteilte.

Der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Thomas Pleye, erklärte, „die gesundheitlichen und seelischen Folgen eines solchen Anschlags zeigen sich bei vielen Menschen erst mit zeitlichem Abstand“. Deshalb bleibe das Fallmanagement „ein dauerhaftes Angebot und mit dem Terminportal erleichtern wir Betroffenen den ersten Schritt zur Unterstützung, die sie benötigen“. Hilfen für Betroffene seien somit weiterhin möglich.

Zahl der Leistungen weiter angestiegen

Bislang sind laut Landesverwaltungsamt unter anderem 172 psychotherapeutische Hilfen in Traumaambulanzen, 267 Leistungen zur Teilhabe, 781 Leistungen der Krankenbehandlung und 19 Leistungen der besonderen Hilfen im Einzelfall erbracht worden. Abhängig von der gesundheitlichen Schädigung wurden zudem bisher in 65 Fällen monatliche Entschädigungszahlungen anerkannt. Weitere 62 Anerkennungen auf Entschädigung seien auf dem Weg zu den Betroffenen.