Das in Berlin geplante „Denkmal zur Mahnung und Erinnerung an die Opfer der kommunistischen Diktatur in Deutschland“ soll jetzt Gestalt annehmen: Am Dienstag startet der internationale Wettbewerb für die Gestaltung, wie die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mitteilte. Das Denkmal soll im Spreebogenpark zwischen Bundeskanzleramt und Bundestag entstehen. Für Wettbewerb und Realisierung stellt der Bund fünf Millionen Euro bereit.
Künstler, Architekten und Landschaftsarchitekten haben fünf Wochen Zeit, ihre Ideen zur Gestaltung einzureichen. Die Bewerbungsfrist endet am 22. April. Das Denkmal soll an die Menschen erinnern, die unter der kommunistischen Gewaltherrschaft in Deutschland verfolgt, entrechtet, inhaftiert oder ermordet wurden.
Preisgericht im November
Aus den eingehenden Bewerbungen sollen bis zu 25 Teilnehmende ausgewählt werden, erklärte die Stiftung. Diese werden eingeladen, im Sommer ihre Gestaltungsentwürfe zu entwickeln. Im November will das Preisgericht über den Siegerentwurf entscheiden. Der Bau ist für 2027/28 geplant.
Der Bundestag hatte sich 2019 für die Errichtung eines Kommunismus-Mahnmals ausgesprochen, das zusätzlich zum Freiheitsdenkmal in Erinnerung an die friedliche Revolution entstehen soll, der „Einheitswippe“ auf dem Schlossplatz. Bereits 2020 hatte ein wissenschaftlicher Beirat ein inhaltliches Konzept vorgelegt.
Im Oktober 2025 hatte der Bundestag auf eine baldige Umsetzung der Pläne gedrungen. In einem Antrag der Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD wurde die Bundesregierung aufgefordert, das Denkmal bis Anfang 2029 umzusetzen.