Die Stiftung Berliner Mauer hat am Freitag an die Verabschiedung des Gesamtkonzepts zur Erinnerung an die Berliner Mauer vor 20 Jahren erinnert. Unter der Ägide des damaligen Berliner Kultursenators Thomas Flierl von der PDS war der Plan für ein Netz von Erinnerungsorten im Stadtgebiet am 20. Juni 2006 vom Berliner Abgeordnetenhaus verabschiedet worden. Noch existierende Reste der Berliner Mauer sollten künftig erhalten und bereits bestehende Erinnerungsstätten miteinander verbunden werden.
Zudem sollte an der Bernauer Straße die Gedenkstätte Berliner Mauer entstehen, auch als Ort zentraler Gedenkveranstaltungen. Nach Worten von Stiftungsdirektor Axel Klausmeier kam das Gesamtkonzept „spät, aber noch rechtzeitig“ und war ein „erinnerungspolitischer Meilenstein“.
Mauer schnell abgerissen
Laut dem Historiker und Projektentwickler Rainer Klemke musste sich die Stadt nach der Euphorie über den Fall der Mauer und ihren größtenteils schnellen Abriss erst darüber klar werden, welch ein weltweites Symbol die Mauer für eine friedliche Überwindung einer Diktatur geworden war.
Millionen von Touristen hätten sich gefragt, wo eigentlich die Mauer stand, so Klemke: „Diese Mauergeschichte an den verbliebenen authentischen Orten und Spuren zu erzählen, war die Aufgabe des Gesamtkonzepts Berliner Mauer.“
Sechs Erinnerungsstätten
2009 wurde dann die Stiftung Berliner Mauer gegründet, finanziert von Land und Bund. Heute verantwortet sie stadtweit sechs Erinnerungsstätten, darunter als neuestes Projekt den Checkpoint Charlie.