Rosch Haschana: Bischöfe betonen Verbundenheit mit jüdischer Gemeinde
Berlin (epd).

Die Berliner Bischöfe haben zum jüdischen Neujahrsfest und Jom Kippur ihre Verbundenheit mit der jüdischen Gemeinde ausgedrückt. Antisemitische Anfeindungen und Angriffe auf jüdische Einrichtungen erschütterten sie, teilten der evangelische Bischof Christian Stäblein und der katholische Erzbischof Heiner Koch am Donnerstag in Berlin gemeinsam mit. „Mit dem heutigen Gruß möchten wir Ihnen versichern, dass wir an Ihrer Seite stehen“, betonten Stäblein und Koch.

Die Bischöfe wiesen darauf hin, dass ein Großteil des heutigen Antisemitismus seine Wurzeln im christlichen Antijudaismus habe. „Wir haben nicht vergessen, was Christinnen und Christen Jüdinnen und Juden angetan haben.“ Umso dankbarer seien Stäblein und Koch „für die Begegnungen, für das Vertrauen und für die Verbundenheit“, die in den vergangenen Jahrzehnten gewachsen seien.

Das jüdische Neujahrsfest Rosch Haschana geht von Freitagabend bis zum Anbruch der Nacht am Sonntag. Mit dem Fest beginnt das Jahr 5.787 des jüdischen Kalenders. Rosch Haschana ist der Auftakt zu einer Zeit der Besinnung und Umkehr, die zehn Tage später in Jom Kippur, dem Versöhnungstag, ihren Höhepunkt findet.