Bildungs- und Erinnerungsort am Checkpoint Charlie in Berlin geplant
Berlin (epd).

Der frühere Grenzübergang Checkpoint Charlie zwischen West- und Ost-Berlin soll zu einem Bildungs- und Erinnerungsort werden. Im Realisierungswettbewerb sei jetzt ein Entwurf für die Neugestaltung des historisch bedeutsamen Ortes ausgewählt worden, teilte die Senatsbauverwaltung am Donnerstag mit. Die Entscheidung des Preisgerichts sei einstimmig gefallen.

Ziel sei, die Geschichte dort sichtbar und erfahrbar zu machen, hieß es. Dafür würden vom Bundeskulturbeauftragten rund 1,65 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Der erste Preis gehe an drei Architektur- und Planungsbüros aus Berlin und Hamburg, hieß es. Vorgesehen sei, am früheren Checkpoint Charlie die Geschichte des Ost-West-Konflikts als internationale Dimension der Berliner Mauer sichtbar zu machen und zugleich „einen lebendigen, qualitätsvollen öffentlichen Stadtraum zu schaffen“.

Weltweit bekannter Ort

Der Checkpoint Charlie zwischen amerikanischem und sowjetischem Sektor der Stadt zähle zu den weltweit bekanntesten Erinnerungsorten des Kalten Krieges, hieß es. Als ehemaliger Grenzübergang mit DDR-Grenzübergangsstelle und alliiertem Kontrollpunkt mitten in Berlin stehe der Ort für die Teilung der Stadt im Zeichen des globalen Kalten Krieges und für dessen Überwindung.

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) erklärte, gerade angesichts zunehmender Desinformation würden Orte gebraucht, „die Geschichte sichtbar machen und eine fundierte Auseinandersetzung mit ihr ermöglichen“. Berlins Kulturstaatssekretärin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) erklärte, mit dem Abschluss des Wettbewerbs sei ein wichtiger Meilenstein erreicht.