Die Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), Ulrike Demmer, hat eine positive Zwischenbilanz zum bisherigen Sparprogramm des Senders gezogen. Nach aktuellem Stand würden sich die Einsparungen für die Jahre 2026 bis 2028 auf 45 Millionen Euro belaufen, sagte Demmer am Donnerstag auf der Sitzung des RBB-Rundfunkrates.
Unter Einbeziehung von Mehrerträgen und Effekten aus einem sogenannten „Anspracheprogramm“, demzufolge 114 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen von Vorruhestands- oder Abfindungsvereinbarungen den Sender verlassen haben, habe der RBB „sein Einsparziel voll errreicht“. Im Wirtschaftsplan 2026 sei das strukturelle Defizit, „also die dauerhaft im Haushalt fehlenden 8,8 Millionen Euro“, ausgeglichen worden.
Vor allem feste Stellen abgebaut
Zunächst hatten demnach bis Ende April 106 Kolleginnen und Kollegen im Rahmen des Freiwilligenprogramms den RBB verlassen. Anschließend hätten sich acht weitere Mitarbeitende dazu entschlossen. Damit seien „in Mitarbeiterkapazitäten gesprochen“, so Demmer, aktuell insgesamt 160 Mitarbeitende abgebaut worden. Dabei seien Stellennichtbesetzungen aufgrund auslaufender Zeitverträge oder nach Ruhestand mit berücksichtigt.
„Das hat dem Haus viel abverlangt“, sagte Demmer und dankte allen Mitarbeitenden. 60 Prozent der 45 Millionen Euro an Einsparungen seien dabei auf Festangestellte entfallen, 25 Prozent auf freie Mitarbeitende und nur 16 Prozent auf Sachmittel. Im RBB-Wirtschaftsplan 2026 waren 1.473,5 Planstellen ausgewiesen. Im August 2025 hatte der RBB das Stellenabbauprogramm gestartet, um möglichst sozialverträglich Personal abzubauen.