Vor dem Hintergrund der Ausbreitung radikaler Kräfte in Europa und weltweit haben Initiativen und Einzelpersonen eine „Leipziger Erklärung 2026“ für Demokratie und Menschenrechte verfasst. Darin werde eine Beteiligung an tragfähigen Bündnissen sowie ein klares, gemeinsames Auftreten gegen autoritäre Tendenzen vereinbart, teilte das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ am Dienstag mit.
„Grundrechte und universelle Menschenrechte sind nicht verhandelbar“, heißt es in der Erklärung. Umso wichtiger sei es, „solidarisch zusammenzustehen, die Menschenrechte entschlossen zu verteidigen und den Autoritarismus zurückzudrängen“. Vereinbart seien gewaltfreie Aktionen und Proteste, auch mit Mitteln des zivilen Ungehorsams.
Das Netzwerk „Leipzig nimmt Platz“ als Initiator der Erklärung versteht sich als Bezugspunkt für zivilgesellschaftliches Engagement. Es sei „wichtiger denn je, dass sich alle Akteurinnen und Akteure der Stadtgesellschaft zusammenschließen“.
Solidarität neu beleben
In den vergangenen Jahren sei von demokratischer Seite „versäumt worden, klare Grenzen zu ziehen und eine Zusammenarbeit zwischen zivilgesellschaftlichen, progressiven und radikal-emanzipatorischen Kräften zu gestalten“. „In einer Zeit, in der all jene bedroht werden, die nicht in das Weltbild der 'Neuen Rechten' passen, sei es nötig, Solidarität neu zu beleben“, hieß es.
Zu den knapp einhundert Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichnern gehören auch kirchliche Träger wie die evangelisch-lutherische Bethanienkirchgemeinde Leipzig-Schleußig, die Evangelische Jugend Leipzig und die katholische Propsteipfarrei Leipzig.