Zum 33. Mal ist das „Band für Mut und Verständigung“ für Engagement gegen Gewalt und Rassismus verliehen wurden. Brandenburgs Sozialminister René Wilke und Berlins Staatssekretär für Integration, Max Landero (beide SPD), übergaben die Auszeichnung am Freitag in der Staatskanzlei in Potsdam an fünf Engagierte und zwei Initiativen, wie das brandenburgische Sozialministerium mitteilte.
Den Hauptpreis für Brandenburg erhielt den Angaben zufolge Mahmood Alizadeh, der sich durch Sport für Integration im ländlichen Raum einsetzt. Aus Berlin wurde in dieser Kategorie Ceren Türkmen für ihr Engagement gegen Rassismus und Diskriminierung ausgezeichnet. Brandenburgs Sonderpreis ging an Fereshta Hussain, die sich unter anderem im Migrantenbeirat der Landeshauptstadt für demokratische Teilhabe engagiert. Auch der Verein Women in Exile, eine selbstorganisierte Initiative geflüchteter Frauen, wurde damit geehrt.
Einsatz für queere und geflüchtete Menschen
Die Berliner Sonderpreise wurden an Zahra Gholamhosseini und Franz-Josef Esser übergeben. Gholamhosseini setze sich für die Selbstorganisation der Hazara-Community, einer Volksgruppe aus Zentralafghanistan, ein, hieß es. Esser engagiere sich für demokratische Kultur im öffentlichen Raum, etwa mit einer Mahnwache für Toleranz. Auch Kwitne Queer, ein Netzwerk queerer ukrainischer Geflüchteter, erhielt den Sonderpreis.
Das „Band für Mut und Verständigung“ wird seit 1993 vom berlin-brandenburgischen „Bündnis für Mut und Verständigung“ verliehen. Dazu gehören unter anderem die AWO Berlin, das Erzbistum Berlin und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.