Niedersächsische Winzer starten früh mit der Beerenlese
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Niedersächsische Winzer starten früh mit der Beerenlese
Hannover (epd).

Niedersachsens Winzer blicken mit gemischten Erwartungen auf die Erntemengen der bevorstehenden Weinlese 2026. „Durch das warme und trockene Wetter ist der Solaris schon reif“, sagte Winzer Jan Brinkmann am Montag in Hannover zur frühen Lese auf seinem Hof. Nach Angaben des Landvolks Niedersachsen fällt der Ertrag wegen Regens zur Blütezeit regional unterschiedlich aus, die Betriebe rechnen jedoch mit einer hohen Güte der Trauben. Landesweit sind mittlerweile rund 60 Hektar Rebfläche bewilligt.

Während Betriebe am Teutoburger Wald und in Südniedersachsen bereits Ende August mit der Ernte früher Sorten beginnen, startet die Hauptlese andernorts im September. Es sei angesichts der Witterung „kein Riesling-Jahr“, erklärte Winzer Michael Winkler aus dem Landkreis Göttingen. Trotz Kälteeinbrüchen im Frühjahr und zeitweiser Trockenheit entwickelten sich vor allem robuste Trauben gut. „Entscheidend ist für uns die Qualität und nicht die Masse“, betonte Winzer Helmut Bäßmann aus der Wedemark.

Schwerpunkt im Landkreis Uelzen

Die größte genehmigte Rebfläche liegt nach Angaben des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) im Landkreis Uelzen mit fast sieben Hektar. Dahinter folgen die Region Hannover mit gut fünf Hektar sowie die Landkreise Göttingen mit knapp 5,2 Hektar und Vechta mit 4,3 Hektar. Insgesamt verteilen sich die bewilligten Weinberge auf mehr als 20 Landkreise und kreisfreie Städte von der Küste bis zum Harz.

Auf den niedersächsischen Flächen überwiegen weiße Keltertrauben, allen voran pilzwiderstandsfähige Sorten wie Solaris und Muscaris. Da Niedersachsen rechtlich kein geschütztes Weinbaugebiet ist, müssen die Flaschen im Handel als „Deutscher Wein“ ohne regionale Herkunftsbezeichnungen gekennzeichnet werden.