"Das Kino ist nicht totzukriegen"
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Festivalleiter Matthias Helwig
Festivalleiter Matthias Helwig über das 20. Fünf Seen Filmfestival
Starnberg (epd).

Seit 20 Jahren bringt das Fünf Seen Film Festival große Filmkunst an den Starnberger See. Vom 3. bis 13. September stehen in diesem Jahr elf Festivaltage, 150 Filme auf zehn Leinwänden und ein umfangreiches Begleitprogramm auf dem Plan. Festivalleiter Matthias Helwig spricht im Interview mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) über die Anfänge, prominente Gäste und seine Leidenschaft für Filme abseits des Mainstreams. Er erklärt, warum das Kino trotz Streaming eine Zukunft hat - und weshalb der deutsche Film mehr Mut zum Ungewöhnlichen braucht.

epd: Das Fünf Seen Film Festival findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt. Was war Ihre Motivation, das Festival ins Leben zu rufen?

Matthias Helwig: So viele gute Filme schaffen es gar nicht auf die Leinwand, und das liegt nicht an der Qualität. Wir wollten deshalb Filme zeigen, die es in Deutschland kaum zu sehen gibt, und gleichzeitig den Nachwuchs fördern. Weil wir hier in Süddeutschland in Bergnähe sind, haben wir gesagt: So wie Lübeck es mit den „Nordischen Filmtagen“ oder Cottbus mit dem „Festival des osteuropäischen Films“ macht, fokussieren wir uns eben auf die Alpenländer, auf Deutschland, Österreich und die Schweiz.

epd: Wie hat sich das Festival seit der ersten Auflage 2007 verändert?

Helwig: Es ist enorm gewachsen. Am Anfang hat es nur paar Tage gedauert und es gab nur 30 oder 40 Filme zu sehen. Heute sind wir bei elf Tagen, 150 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen, die auf zehn Leinwänden gezeigt werden. Den Kurzfilm hatten wir schon immer im Programm, später kamen weitere Bereiche hinzu, etwa der Dokumentarfilm. Besonders wichtig sind mir die Retrospektiven, Werkschauen und Gastländer. Prominente Gäste und Ehrengäste haben das Festival dann überregional bekannt gemacht. Hannelore Elsner zum Beispiel war dreimal zu Besuch und unserem Festival sehr verbunden. Nach ihrem Tod haben wir 2019 den Hannelore-Elsner-Preis ins Leben gerufen.

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epd-Gespräch: Christiane Ried