Gemeinsames Jugendradio von SWR, HR und SR startet im Juni
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SWR-Funkhaus und Fahne mit ARD-Logo
Frankfurt a.M. (epd).

Unter dem Namen DasDing starten der Südwestrundfunk (SWR), der Hessische Rundfunk (HR) und der Saarländische Rundfunk (SR) am 1. Juni ein neues gemeinsames Jugendradio. Der Sender löst die bisherigen jungen Wellen DasDing (SWR), YouFM (HR) und UnserDing (SR) ab, wie die ARD am 24. März mitteilte. Der Senderverbund setzt damit die politische Vorgabe um, die Zahl seiner Radiosender zu reduzieren.

Ziele der Kooperation seien mehr Zusammenarbeit und ein „klarer Mehrwert für das Publikum“. HR, SWR und SR bündelten ihre Kräfte, um ein konkurrenzfähiges Angebot für junge Menschen zu schaffen. Durch die Synergien im Verbund könnten aufs Jahr gesehen knapp 1,8 Millionen Euro im linearen Programm gespart werden, davon am meisten beim HR.

Bei den freien Mitarbeitenden des HR, die künftig weniger Einsätze für die junge Welle bekommen, bemühe sich der Sender um alternative Beschäftigungsangebote im Haus, hieß es auf Anfrage. Bei den Angestellten mit Zeitvertrag könne es dazu kommen, dass auslaufende Verträge nicht erneut vergeben werden. Dies betreffe aber schon jetzt „sehr wenige Angestellte“.

Redaktionen arbeiten standortübergreifend

Das neue DasDing sendet von den drei Standorten Baden-Baden, Frankfurt am Main und Saarbrücken. Die Redaktionen arbeiten standortübergreifend. Die Programmleitung wird vom SWR verantwortet, derzeit läuft eine Ausschreibung. Die Teamleitung Musik und der Digitalbereich werden beim SWR liegen, die Teamleitung Wort und Planung bei SWR und SR. Der HR ist für Programmaktionen sowie Planung, Projekte und Reporter zuständig.

In dem Programm sollen die unterschiedlichen Sendegebiete regelmäßig vorkommen, unter anderem durch regionalisierte Nachrichten. Dazu wird es in der Zeit von 6 Uhr bis 18 Uhr Auseinanderschaltungen geben.

Der im Dezember in Kraft getretene Reformstaatsvertrag für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk schreibt vor, dass die ARD bis 2027 von den aktuell 69 terrestrisch verbreiteten Radiowellen nur noch 53 unterhalten darf. Kooperationsprogramme werden dabei nur noch als halbe Programme der jeweiligen Anstalten gezählt.