Der Anteil der erwerbstätigen Menschen zwischen 65 und 74 Jahren ist in den vergangenen Jahren in NRW deutlich gestiegen. Lag die Quote im Jahr 2005 noch bei 4,3 Prozent, stieg sie im Jahr 2025 auf 17,5 Prozent, teilte die statistische Landesbehörde IT.NRW in Düsseldorf mit. Im vergangenen Jahr habe jeder und jede Dritte (32,2 Prozent) noch Vollzeit gearbeitet, 67,8 Prozent seien einer Teilzeittätigkeit nachgegangen. Mehr als die Hälfte (50,6 Prozent) war den Statistikern zufolge geringfügig beschäftigt. Unter den Erwerbstätigen seien zudem ein Viertel (25,3 Prozent) selbstständig gewesen.
Von den Rentnerinnen und Rentnern in dieser Altersgruppe haben den Angaben zufolge 14,2 Prozent weiterhin gearbeitet. Dabei stieg in den vergangenen Jahren sowohl der Anteil der berufstätigen Männer als auch der Frauen zwischen 65 und 74 Jahren: bei den Männern von 6,2 auf 21,1 Prozent, bei den Frauen von 2,7 auf 14,2 Prozent.
Gründe sind unter anderem höheres Renteneintrittsalter und Fachkräftebedarf
Mit Blick auf die Menschen zwischen 55 und 64 Jahren verzeichneten die Statistiker einen „erheblich“ höheren Anteil an Erwerbstätigen: Waren im Jahr 2005 noch deutlich weniger als die Hälfe (42,9 Prozent) in der Altersgruppe erwerbstätig, stieg ihr Anteil im vergangenen Jahr auf 72,7 Prozent, wie IT.NRW erläuterte.
„Ausschlaggebend für die insgesamt höhere Erwerbstätigkeit im fortgeschrittenen Lebensalter sind vor allem gesetzliche Rentenreformen wie das angehobene Renteneintrittsalter und der Abbau von Frühverrentungsanreizen“, erklärten die Statistiker. Auch die gestiegene Berufstätigkeit der Frauen trage dazu bei. „Gleiches gilt für den wachsenden Fachkräftebedarf der Wirtschaft, da Betriebe erfahrene Arbeitskräfte länger halten wollen“, hieß es.