Bei den aktuellen Reformüberlegungen zum Bundesfreiwilligendienst (BFD) fordern evangelische Freiwilligendienste Mitsprache. Die Erfahrungen und Erkenntnisse der vergangenen Jahre seien zu berücksichtigen, erklärten die von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel am Montag in Bielefeld. Der BFD wurde am 1. Juli vor 15 Jahren als Nachfolger des Zivildienstes eingeführt. Im Zuge eines neuen Wehrdienstgesetzes sollen BfD und Zivildienst neu verknüpft werden.
Vor diesem Hintergrund fordern die Träger nach Angaben von Bethel eine verlässliche Finanzierung der Trägerstrukturen, die Sicherung der Vielfalt von Einsatzfeldern und Anbietern sowie eine starke pädagogische Begleitung der Freiwilligen. Zudem brauche es eine gemeinsame Sichtbarkeit aller Freiwilligendienste und einen einfachen Zugang über zentrale Informationsangebote.
Jährlich engagieren sich den Angaben zufolge rund 33.000 Menschen im BFD, einige von ihnen im Betheljahr der v. Bodelschwinghschen Stiftungen, das bereits seit 2002 angeboten wird. Für das neue Betheljahr können sich junge Menschen ab 16 Jahren jetzt bewerben, teilte Bethel mit. Die Startphase ist zwischen dem 1. August und dem 1. Oktober. Das Betheljahr dient als Berufsorientierungsjahr und wird als Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder als Bundesfreiwilligendienst absolviert.