Gut drei Monate nach dem Kauf von Sky Deutschland durch den Medienkonzern RTL sollen bis Ende 2027 rund 500 Stellen bei Sky und RTL abgebaut werden. „Der überwiegende Teil davon bereits in 2026“, wie eine Sprecherin von RTL Deutschland in Köln dem Evangelischen Pressedienst (epd) auf Nachfrage bestätigte. Zuvor hatten andere Medien darüber berichtet.
„RTL Deutschland und Sky wachsen zum führenden Medienunternehmen im deutschsprachigen Raum zusammen“, hieß es weiter. Mit dem Zusammenschluss sollen jährliche Synergien in Höhe von 250 Millionen Euro innerhalb von drei Jahren erzielt werden. „Der größte Teil davon entsteht durch die Optimierung der Inhalte- und Sachkosten. Darüber hinaus werden Doppelstrukturen abgebaut, Verantwortlichkeiten gebündelt und effizientere und zukunftsorientierte Entscheidungsprozesse geschaffen.“
Betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden
Der Stellenabbau erfolge „sozialverträglich, in enger Abstimmung mit den zuständigen Betriebsräten und auch indem auslaufende Verträge nicht verlängert und offene Stellen nicht nachbesetzt werden“, hieß es. „Betriebsbedingte Kündigungen sollen so vermieden werden.“
Zum 1. Juni bestätigte die RTL Group den Abschluss der Transaktion zum Erwerb von Sky Deutschland. Zum Abschluss der Transaktion hat die RTL Group die Sky-Geschäfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz vollständig übernommen, einschließlich der Kundenbeziehungen in Luxemburg, Liechtenstein und Südtirol.
Mehrheitsaktionär ist Bertelsmann
Die RTL Group hatte vor dem Kauf bereits Beteiligungen an 52 Fernsehsendern, 6 Streaming-Diensten und 40 Radiostationen. In Deutschland gehören neben dem Stammsender RTL unter anderem Super RTL, Vox und der Nachrichtensender NTV zur Gruppe. Der deutsche Medienkonzern Bertelsmann ist Mehrheitsaktionär der börsennotierten RTL Group.