19 Filme mit Live-Musik werden ab Donnerstag bei den Internationalen Stummfilmtagen in Bonn gezeigt. Zum Auftakt ist die schwedische Literaturverfilmung „Gösta Berlings Saga“ von 1924 nach dem Roman von Selma Lagerlöf zu sehen, wie der Förderverein Filmkultur Bonn als Veranstalter am Dienstag mitteilte. Das Festival findet zum 42. Mal statt. Neben Filmen aus Deutschland und den USA sind Produktionen unter anderem aus Italien, China, Frankreich, Indien, der früheren Sowjetunion und der ehemaligen Tschechoslowakei im Programm.
Die Filme sind bis zum 22. August unter freiem Himmel im Arkadenhof der Universität Bonn zu sehen. Darunter sind zum Beispiel die Slapstick-Komödie „The Love Nest“ (Eine Abenteuerliche Seereise) von Buster Keaton aus dem Jahr 1923, das Deutsche Kriminaldrama „Schatten der Weltstadt“ von 1925, „Sinel“ (Der Mantel) als Schlüsselwerk des sowjetischen Stummfilms von 1926 aber auch der dadaistische Kurzfilm „Entr'acte“ aus dem Jahr 1924.
Kleineres Programm wegen Kürzungen
Die Internationalen Stummfilmtage laufen in diesem Jahr zum 42. Mal. Sie sind nach Angaben des Fördervereins Filmkultur das größte Stummfilmfestival in Deutschland. Wegen Kürzungen der öffentlichen Gelder sei das Programm in diesem Jahr einen Tag kürzer, hieß es. Der Eintritt zu den Abendvorführungen sei weiterhin frei, doch das Festival sei dringend auf Spenden angewiesen.