Andy Warhol, Slevogt und Nachkriegsfotografie 2026 im Saarlandmuseum
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Eingang zur Modernen Galerie
Saarbrücken (epd).

Die Moderne Galerie des Saarlandmuseums präsentiert im neuen Jahr sechs Ausstellungen. Den Auftakt macht vom 7. Februar bis zum 17. Mai die Schau „Marthe Donas & Alexander Archipenko - Power-Paar der Avantgarde“, wie die Stiftung Saarländischer Kulturbesitz in Saarbrücken mitteilte. In Kooperation mit dem Königlichen Museum der Schönen Künste Antwerpen präsentiere sie mithilfe von rund 120 Arbeiten das Zusammenwirken des Künstlerpaars zwischen 1917 und 1920.

Am 28. März folgt eine Ausstellung zum Wirken des impressionistischen Künstlers Max Slevogt (1868-1932) als Illustrator. Sie ist unter dem Titel „Auf zu neuen Werken! Max Slevogt und sein Verleger Bruno Cassirer“ bis zum 5. Juli zu sehen. Um das deutsch-französische Kooperationsprojekt „La ligne claire - Die helle Linie“ geht es vom 11. April bis zum 5. Juli in der Modernen Galerie und im Archäologiepark Bliesbruck-Reinheim. Das Auftragsprojekt setzt sich alle zwei Jahre mit einem Thema des kulturellen Erbes im Saarland und der Moselle auseinander. Dieses Mal präsentiert der Künstler Boris Becker eine Fotoserie zu den Flüssen Mosel, Meurthe, dem Marne-Rhein-Kanal, dem Saar-Kohlenkanal und der Saar.

Videoinstallation als Collage unterschiedlicher Ausdrucksformen

Die niederländische Künstlerin Anouk Kruithof ist wiederum vom 9. Mai bis zum 3. Januar 2027 mit einer achtkanaligen Videoinstallation unter dem Titel „Universal Tongue“ zu sehen. „Ausgehend von einer groß angelegten Online-Recherche, an der ein internationales Team beteiligt war, entstanden ein Archiv von über 8.800 frei zugänglichen Tanzvideos sowie die systematische Erfassung von mehr als 1.000 Tanzstilen“, erklärte die Stiftung. Daraus habe Kruithof ihre Videoinstallation als Collage unterschiedlicher kultureller Ausdrucksformen entwickelt.

Um Andy Warhol und seinen Umgang mit bildlicher Wiederholung, serieller Produktion sowie dem Spannungsfeld von Kunst und Konsumkultur gehe es vom 20. Juni bis 28. Oktober, hieß es. "Anhand ikonischer Motive - von Konsumartikeln bis zu Porträts öffentlicher Figuren - wird nachvollziehbar, wie Warhol die Mechanismen von Aufmerksamkeit und Vermarktung analysiert und in eine eigene Bildlogik überführt.

Den Abschluss bietet die Schau „Ein Neubeginn für Europa. subjektive fotografie“ vom 7. November bis zum 14. Februar 2027. „Über 150 Fotografien aus eigenem Bestand sowie aus renommierten Sammlungen in Deutschland, Frankreich, Luxemburg und den Niederlanden geben einen faszinierenden Einblick in die Anfänge der künstlerischen Nachkriegsfotografie“, erklärte die Stiftung.