Die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin Mona Neubaur (Grüne) hat am Montag 15 Bürgerinnen und Bürger mit dem Verdienstorden des Landes geehrt. Die Auszeichnung würdigt herausragendes ehrenamtliches Engagement und Einsatz für das Gemeinwohl und das Land NRW, wie die Staatskanzlei in Düsseldorf erklärte. Ehrenamtliches Engagement sei „die Superkraft unserer Gesellschaft“, sagte Neubaur. Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, seien der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhalte.
Engagement für Kirchensanierung
Der evangelische Pfarrer Thomas Ijewski aus Freudenberg wurde unter anderem für sein Engagement für den Erhalt und die Sanierung der evangelischen Kirche Freudenberg ausgezeichnet. Zudem sei er Mitglied der Historischen Kommission der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zur Erforschung des Pietismus.
Unter den Ausgezeichneten ist auch der Düsseldorfer Honorarprofessor Jochen Lüdicke, der von 1993 bis 2021 in der katholischen Pfarrgemeinde St. Antonius Mitglied des Kirchenvorstands, viele Jahre stellvertretender Vorsitzender war. Zudem sei er Mitinitiator der Pastoralstiftung. 2016 war er den Angaben zufolge an der Gründung des jüdischen Albert-Einstein-Gymnasiums Düsseldorf beteiligt.
Benediktpreis neu ausgerichtet
Für das Engagement für die Neuausrichtung des Benediktpreises wurde Helmut Linnenbrink aus Mönchengladbach ausgezeichnet. Der Preis prämiert vor dem Hintergrund christlicher- abendländlicher Erfahrungen besonders herausragende Leistungen in den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur. Zudem engagierte sich Linnenbrink von 2007 bis 2019 als stellvertretender Vorsitzender der Wissenschaftlichen Vereinigung zur Förderung der christlichen Gesellschaftslehre „Ordo socialis“ sowie im Vorstand des Bundes katholischer Unternehmer.
Der Pädagoge Hans-Jürgen Dienstuhl aus Olpe erhielt den Orden, weil er sich nach seiner Pensionierung weiterhin als Lehrer engagiert und Schülerinnen und Schüler in Rumänien im Fach Deutsch unterrichtet habe, hieß es. Zudem habe er sich jahrzehntelang im Pfarrgemeinderat und im Kirchenvorstand engagiert.
Der Verdienstorden ist eine der höchsten Auszeichnungen des Landes und wurde 1986 aus Anlass des 40. Geburtstages von Nordrhein-Westfalen vom damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau (SPD) gestiftet. Mit ihm werden engagierte Bürgerinnen und Bürger für ihren herausragenden Einsatz für das Gemeinwohl und das Land NRW geehrt.