Mit Festveranstaltungen und einer Jubiläumsbroschüre erinnern die Mitgliedskirchen der Vereinten Evangelische Mission (VEM) an die Gründungsversammlung der Kirchengemeinschaft vor 30 Jahren. Im Juni 1996 fand in der Zionskirche auf dem Gelände der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel die erste VEM-Vollversammlung statt, wie die VEM in Wuppertal mitteilte. Die Delegierten der 33 Gründungsmitglieder hätten damals eine Satzung verabschiedet, die den afrikanischen und asiatischen Partnerkirchen erstmals die volle und gleichberechtigte Mitgliedschaft einräumte.
Heute gehören der internationalen Kirchengemeinschaft VEM nach eigenen Angaben 38 afrikanische, asiatische und deutsche Kirchen sowie die von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel an. Hervorgegangen ist sie ursprünglich aus der 1828 gegründeten Rheinischen Missionsgesellschaft, der 1886 gegründeten Bethel-Mission und der 1965 gegründeten Zaire-Mission, die sich 1971 zur „Vereinigten Evangelischen Mission“ zusammenschlossen. 1976 begann unter dem Leitgedanken „United in Mission“ ein neuer gemeinsamer Weg, der 1996 in der Gründung der Vereinten Evangelische Mission gipfelte.
Jubiläumsfeiern in Jakarta und Bukoba
Die Region Asien beging das Gründungsjubiläum den Angaben zufolge bereits im Juni in Jakarta mit einer Jubiläumsfeier auf Einladung der Simalungun-Kirche (GKPS). Die Nordwest-Diözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania werde am 9. August in Bukoba eine Jubiläumsfeier für alle afrikanischen Mitgliedskirchen im Anschluss an einen fünftägigen Partnerschafts-Workshop ausrichten, hieß es.
Außerdem sei eine Jubiläumsbroschüre in englischer Sprache erschienen, die das missionarische Wirken aus acht Blickwinkeln beleuchtet und in einem Rückblick auf 30 Jahre VEM die Meilensteine und prägenden Ereignisse der internationalen Gemeinschaft nachzeichnet. Online sind alle Texte auch auf Deutsch zu finden.