ACK-Vorsitzender: Christen sollen Lichtbringer sein
s:100:"Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Christopher Easthill";
Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Christopher Easthill
Köln (epd).

Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Reverend Christopher Easthill, hat die Christen unterschiedlicher Konfession dazu aufgerufen, gemeinsam „Lichtbringer“ zu sein. „Überall auf der Welt haben Eigennutz, Machtliebe, Gier, Ab- und Ausgrenzung sowie Angst- und Hassbotschaften gerade Konjunktur“, sagte Easthill am Sonntag laut Redetext in seiner Predigt im zentralen Abschlussgottesdienst der Gebetswoche für die Einheit der Christen in Köln. Diesen Kräften sollten Christen gemeinsam und geeint das Licht entgegenstellen.

Die Gebetswoche für die Einheit der Christen habe auch eine politische Dimension, erklärte die Kölner Bürgermeisterin Teresa De Bellis-Olinger (CDU) laut Redetext in ihrem Grußwort nach dem Gottesdienst: „Nicht parteipolitisch, sondern im besten Sinne des Wortes: Sie steht für ein friedvolles Miteinander über Konfessionen, Herkunft und Grenzen hinweg.“

Zentrale Abschlussfeier erstmals in armenischer Kirche

Der Abschlussgottesdienst der Gebetswoche wurde in diesem Jahr erstmals von einer armenisch-apostolischen Gemeinde ausgerichtet. Bischof Serovpé Isakhanyan, Primas der Armenisch-Apostolischen Kirche in Deutschland, führte nach ACK-Angaben als Liturg durch die Feier in der Diözesankirche St. Sahak-St. Mesrop. Mit der Wahl der Armenisch-Apostolischen Kirche wollte die ACK ein sichtbares Zeichen gelebter Ökumene und der Solidarität mit Christinnen und Christen aus einer der ältesten christlichen Traditionen weltweit setzen.

Die Gebetswoche im Januar begehen Christinnen und Christen aller Konfessionen weltweit seit 1908. Der Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen und der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) verantworten die Gebetswoche gemeinsam, wobei in jedem Jahr eine ökumenische Gruppe aus einem anderen Land die Vorbereitung übernimmt. Im kommenden Jahr sollen die Texte der Gebetswoche aus Irland stammen. Der zentrale Gottesdienst ist für den 24. Januar 2027 geplant.