Thüringens Umweltminister Tilo Kummer (BSW) hat das Naturschutzprojekt „Artenreiche Bergwiesen im Naturpark Thüringer Wald - Arnika & Co“ gestartet. Bis Ende 2030 sollen auf mehr als 300 Hektar wertvolle Bergwiesen im Thüringer Wald gesichert, gepflegt und wiederhergestellt werden, sagte Kummer am Donnerstag im südthüringischen Eisfeld. Für das Vorhaben stehen rund vier Millionen Euro bereit.
Kummer betonte zur Eröffnung die Bedeutung der Bergwiesen für Artenvielfalt und Kulturlandschaft. Die Flächen seien Lebensraum zahlreicher seltener Tier- und Pflanzenarten und zugleich prägend für das Landschaftsbild des Thüringer Waldes. Auch das Bundesamt für Naturschutz hob die Bedeutung des Projekts hervor und verwies auf die Zusammenarbeit mit weiteren Naturschutzvorhaben in der Region.
Lebensräume für bedrohte Pflanzen- und Vogelarten
Im Mittelpunkt des Projekts stehen Bergwiesen mit seltenen Pflanzenarten wie der Arnika sowie Lebensräume für bedrohte Vogelarten wie das Braunkehlchen. Viele der Flächen gelten durch Nutzungsaufgabe, Verbuschung und klimatische Veränderungen als gefährdet.
Geplant sind unter anderem die Erfassung und Pflege wertvoller Wiesenflächen, die Wiederaufnahme extensiver Bewirtschaftung auf brachliegenden Arealen sowie die Vernetzung bestehender Lebensräume. Zudem sollen gefährdete Pflanzenarten gezielt gestärkt und durch Saat- und Mahdgut von geeigneten Spenderflächen wieder angesiedelt werden.
An dem Projekt sind sieben Landkreise des Naturparks Thüringer Wald sowie die kreisfreie Stadt Suhl beteiligt. Gefördert werde das Vorhaben zum größten Teil über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt.