Neuer Forschungsbeirat für Nationalpark Hainich
Erfurt (epd).

Der Nationalpark Hainich hat einen neuen Forschungsbeirat. 14 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachrichtungen beraten künftig den Nationalpark bei Forschung und Monitoring. Das Gremium nahm am Montag seine Arbeit auf, teilte das Thüringer Umweltministerium in Erfurt mit.

Die Fachleute kommen den Angaben zufolge unter anderem aus den Bereichen Walddynamik, Biodiversität, Pflanzenökologie, Bodenkunde, Klimatologie, Wildtiermanagement und Artenschutz. Auch moderne Methoden wie Fernerkundung, Laserscanning und 3D-Modellierung seien vertreten. Der Beirat soll die Forschung im Nationalpark strategisch weiterentwickeln und bei der Festlegung von Forschungsschwerpunkten beraten.

Forschung zur Entwicklung von Waldökosystemen

Umweltminister Tilo Kummer (Thüringen.Gerecht) betonte die Bedeutung des Hainich für die langfristige Forschung. Er sei fachlich bewusst breit aufgestellt worden. Im Nationalpark lasse sich beobachten, wie sich ein Waldökosystem entwickele, wenn natürliche Prozesse über längere Zeiträume weitgehend ungestört abliefen.

Bei der konstituierenden Sitzung ging es den Angaben zufolge zunächst um den fachlichen Austausch sowie um künftige Forschungsschwerpunkte und den Bedarf beim Monitoring.

Der Nationalpark Hainich im Westen Thüringens ist seit 1997 geschützt und umfasst rund 7.500 Hektar. Er gehört zum Unesco-Weltnaturerbe „Buchenwälder und Alte Buchenwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“. Charakteristisch sind großflächige, naturnahe Buchenwälder. Der Hainich gilt als eines der größten zusammenhängenden Laubwaldgebiete Deutschlands.