Hochwasserschutz und Naturschutz für die Magdeburger Elbaue
Magdeburg (epd).

Deichsanierungen an der Elbe in Magdeburg und dem Umflutkanal im Herrenkrug-Park sollen für mehr Sicherheit bei künftigem Hochwasser sorgen. Für die Arbeiten am Deich sowie Ausgleichsmaßnahmen und Baumpflanzungen in der historischen Parkanlage seien rund 11,8 Millionen Euro investiert worden, teilte das Umweltministerium am Montag in Magdeburg mit. Neben rund 3,4 Kilometer Deich wurden auch sogenannte Deichverteidigungswege angelegt sowie rund 6.200 Sträucher und 226 Bäume gepflanzt. Seit 2002 sind in Magdeburg nach Angaben des Ministeriums insgesamt rund 57,3 Millionen Euro zur Verbesserung des Hochwasserschutzes investiert worden.

Neben dem Hochwasserschutz wolle man mit den Maßnahmen Wasser möglichst lange in der Landschaft der Elbaue halten, um bei Trockenheit und Hitzewellen wie im aktuellen Sommer der Natur zu helfen, hieß es. „Im Magdeburger Herrenkrug zeigt sich, wie vielschichtig Klimaanpassung ist“, sagte Umweltminister Armin Willingmann (SPD).

Wetterextreme erfordern Schutz für Hoch- und Niedrigwasser

Beim gemeinsamen Besuch im Herrenkrug-Park sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD): „Wetterextreme und Schwankungen im Wasserhaushalt spielen in Zukunft eine immer größere Rolle.“ Deshalb müssten „naturnahe Wasserspeicher in der Landschaft“ entstehen, „um Wetterextreme von vorneherein abzupuffern“.

Wie eng Hoch- und Niedrigwasser liegen, zeige die Elbe in Magdeburg: Nach dem Jahrhunderthochwasser 2013 kam es seit 2018 mehrfach zu extremen Niedrigwasserperioden. So hat die Elbe nach Ministeriumsangaben mit nur 34 Zentimetern am 18. August ein neues Rekordtief am Pegel Magdeburg-Strombrücke erreicht.