Hitzefolgen: Blaualgen und tote Fische an Seen und Teichen
Magdeburg (epd).

Besonders die Fische in Seen und Teichen leiden unter der sommerlichen Hitze. „Die Kombination aus hohen Temperaturen und fehlendem Wind führt besonders an flachen Gewässern zu Sauerstoffmangel und zwingt die Fische zum Aufsteigen an die Oberfläche, wo der Hitzestress sie jedoch in akute Lebensgefahr bringt“, sagte Alfred Schildt, Vizepräsident des Landesanglerverbandes Sachsen-Anhalt, dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Magdeburg.

Während Ende Juni vom Deutschen Wetterdienst in Möckern-Drewitz 41,8 Grad gemessen wurden, verendeten ganz in der Nähe am Gödnitzer See (Kreis Anhalt-Bitterfeld) Zander, Hechte und zahlreiche andere Fische. Vier Tage lang bargen die Helfer des örtlichen Anglervereins rund eine Tonne toter Fische. Sommerhitze und Sauerstoffmangel hätten auch an anderen Orten zum Fischsterben geführt, etwa in Könnern (Salzlandkreis), bei Staßfurt oder am Stadtsee in Stendal, sagte Schildt.

Badegewässer bisher mit wenigen Beeinträchtigungen

Auch auf die Qualität der Badegewässer haben die hohen Temperaturen Einfluss. So musste am Arendsee in der Altmark aufgrund starker Vermehrung von Blaualgen bereits Mitte Juni die Warnstufe 1 ausgerufen werden, hieß es vom Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt. Am Kulksee bei Gommern (Jerichower Land) wurde wegen starker Vermehrung der Blaualgen vom Baden abgeraten. Ansonsten zeigten sich auch während der jüngsten Hitzeperiode an den großen Badegewässern in Sachsen-Anhalt wie Großer Goitzschesee (Anhalt-Bitterfeld), Concordiasee (Salzlandkreis), Süßer See (Mansfeld-Südharz) oder Barleber See (Magdeburg) keine Beeinträchtigungen.