Grundwasserstand in Berlin vielerorts niedrig
Berlin (epd).

Das Berliner Grundwasser liegt derzeit unterhalb der langjährigen Mittelwerte. Besonders im Gebiet Nauener Platte/Unterhavel werden niedrige Werte verzeichnet, sagte ein Sprecher der Senatsumweltverwaltung am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Trinkwasserversorgung sei allerdings „jederzeit gesichert“.

Im Bereich des Berliner Grundwassers werden vier verschiedene geologische Teilräume unterschieden, darunter das Urstromtal (entlang der Spree), die Barnim-Hochfläche (Nordosten von Berlin) und die Teltow-Hochfläche (Süden). Im Gebiet Nauener Platte/Unterhavel (Südwesten) wich der Grundwasserpegel den Angaben zufolge im Juli um rund 0,7 Meter vom 20-jährigen Median ab, was gleichzeitig den niedrigsten Stand im 21. Jahrhundert bedeutete. So wiesen im südwestlichen Bezirk Steglitz-Zehlendorf am Dienstag 86 von 91 Messstellen einen „extrem niedrigen“ Grundwasserstand auf.

Folgen der Hitzeperiode zeitverzögert

Auch in der Barnim-Hochfläche zeigte sich eine ähnliche Abweichung, in der Teltow-Hochfläche lagen die Werte zuletzt durchschnittlich rund 0,3 Meter unter dem langjährigen Mittel. Im Bereich des Urstromtals ließen sich die Grundwasserstände „im normalen bis sehr niedrigen Bereich einordnen“.

Die starken Hitzeperioden bestärkten das saisonal bedingte Absinken des Grundwasserstands in den Sommermonaten, sagte der Sprecher. Der Niederschlag, wenn vorhanden, erreiche dann häufig nicht die Grundwasserzone. Da die Reaktion des Grundwasserleiters auf Defizite bei der Neubildung erst zeitverzögert erfolge, zeigten sich die „eigentlichen Absenkungen oft erst nach der Hitzeperiode“.