Das Landesverwaltungsamt Sachsen‑Anhalt hat das ehemalige Tagebaugelände „Zipsendorf Süd“ bei Zeitz im Burgenlandkreis als Naturschutzgebiet gesichert. Das rund 228 Hektar große Gebiet nahe des Dreiländerecks von Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt umfasst ein naturnahes Gewässer, das vollständig von Waldbeständen umgeben ist, teilte ein Sprecher des Amtes am Donnerstag in Halle (Saale) mit. Nach dem Ende des Braunkohleabbaus im Jahr 1964 erfolgten die Flutung und Rekultivierung. So konnte „ein ökologisch besonders wertvoller Lebensraum“ entstehen, hieß es. Das Areal habe als Brut‑, Rast‑ und Überwinterungsgebiet für zahlreiche Wasservogelarten überregionale Bedeutung.
Um mögliche Beeinträchtigungen des sensiblen Naturraums durch mögliche andere Nutzungen zu vermeiden, hat der Burgenlandkreis den Antrag gestellt, das Biotop vorsorglich als Naturschutzgebiet zu sichern.
Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen
Damit „schaffen wir den notwendigen rechtlichen Schutz, um dieses außergewöhnlich wertvolle Gebiet vor einer kurzfristigen Inanspruchnahme zu bewahren“, sagte der Präsident des Landesverwaltungsamtes Sachsen‑Anhalt, Thomas Pleye. Zipsendorf Süd sei ein Beispiel dafür, „wie sich ehemalige Bergbauflächen zu bedeutenden Rückzugsräumen für Tiere und Pflanzen entwickeln können“.
Das Landesverwaltungsamt Sachsen‑Anhalt nimmt die Aufgaben der oberen Naturschutzbehörde wahr. In dieser Funktion sei das Landesverwaltungsamt auch für die Ausweisung von Naturschutzgebieten sowie für besondere Schutzmaßnahmen zuständig, hieß es.