Der Bundesverband der Verbraucherzentralen sieht ein Umdenken bei der Energieversorgung von Privathaushalten. Immer mehr Menschen würden sich aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen für klimafreundliche Technologien entscheiden, erklärte Energieexperte Alexander Deisböck von der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Dienstag im RBB-Inforadio.
Sowohl der Umweltaspekt als auch finanzielle Überlegungen spielten eine Rolle. Der ökologische Vorteil sei „inzwischen einigermaßen zweifelsfrei gegeben“, sagte Deisböck, etwa bei E-Autos gegenüber Verbrennern oder bei Wärmepumpen im Vergleich zu fossilen Heizsystemen. Befördert werde das Umdenken durch die Ölkrise im Zuge des Iran-Krieges.
Preisstabilität als Argument
Deisböck zufolge sei die Preissicherheit ein weiteres Argument. Angesichts schwankender Energiepreise suchten viele gezielt nach stabileren Alternativen. Der Trend könne sich durch steigende Preise für Öl und Gas weiter verstärken.
Auch in der Beratungspraxis zeige sich ein Wandel. „Mit Sicherheit hat sich da auch ein gewisser Shift vollzogen“, sagte Deisböck. Vor allem die Unsicherheit bei fossilen Energieträgern spiele eine Rolle. Dabei verstärkten sich ökologische und ökonomische Motive gegenseitig. Wer sich für klimafreundliche Lösungen entscheide, profitiere häufig auch finanziell.