Zusätzliche Mittel für Telefonseelsorge
Potsdam (epd).

Das Beratungs- und Hilfsangebot der Potsdamer Telefonseelsorge soll ausgebaut werden. Dafür hat Brandenburgs Sozialministerin Britta Müller (parteilos) am Dienstag nach Ministeriumsangaben einen Scheck über rund 32.200 Euro Lottomittel an die evangelische Hoffbauer-Stiftung übergeben. 2025 hätten die 125 Ehrenamtlichen mehr als 16.700 telefonische Beratungs- und Krisengespräche geführt, hieß es. Der Bedarf steige.

Die Potsdamer Telefonseelsorge gibt es seit Oktober 1994. Sie ist Teil der von evangelischer und katholischer Kirche getragenen Telefonseelsorge Berlin-Brandenburg und erhält jährlich gut 44.000 Euro reguläre Fördermittel des Sozialministeriums. Von 2020 bis 2025 seien insgesamt mehr als 155.300 Euro zusätzliche Gelder aus Lottomitteln bereitgestellt worden, hieß es.

Kostenfrei und anonym

Die neuen Lottogelder sollen den Angaben zufolge unter anderem für eine Überarbeitung des Ausbildungskonzepts und zusätzliche Fortbildungen verwendet werden. Die Telefonseelsorge steht kostenfrei und anonym rund um die Uhr in Krisensituationen, bei Ängsten und Sorgen zur Verfügung.

Müller betonte, das Angebot der Telefonseelsorge sei in einer Zeit weltweiter Krisen in seiner Bedeutung kaum zu überschätzen. Seit Jahren nehme die Nachfrage auch in Brandenburg kontinuierlich zu. Der Vorstandsvorsitzende der Hoffbauer-Stiftung, Frank Hohn, erklärte, der gesellschaftliche Wert des durch Ehrenamtliche getragenen Dienstes sei nicht in Zahlen zu ermessen. Es sei wichtig, dass zur Ausbildung für die anspruchsvolle Tätigkeit am Telefon ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.