Vor Wahlen: Ostdeutscher Diakonie-Appell für soziale Gerechtigkeit
Berlin (epd).

Die ostdeutschen Diakonieverbände haben vor den Wahlen in drei Bundesländern alle Parteien dazu aufgerufen, für eine sozial gerechte Gesellschaft einzustehen. Die Bundesländer im Osten stünden vor besonderen Herausforderungen wie dem demografischen Wandel und Langzeitarbeitslosigkeit, erklärten die Sozialverbände der evangelischen Kirche in Halle, Schwerin, Berlin und Radebeul am Dienstag. Gleichzeitig werde gerade im ländlichen Raum die soziale Infrastruktur stetig ausgehöhlt, kritisierten sie.

Notwendig ist laut den Verbänden eine Politik, die Chancen für alle Menschen eröffnet, Zuversicht stiftet und den Zusammenhalt stärkt. Wer bei den schwächsten spare, gefährde den sozialen Frieden, betonten sie: „Wir appellieren an alle Parteien, die auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehen: Finden Sie einen gemeinsamen Weg - für eine ostdeutsche Zukunft der Menschenwürde und Nächstenliebe.“

Kritik an Plänen der Bundesregierung

In dem Aufruf wurden auch die sozialpolitischen Vorhaben der Bundesregierung kritisiert. Die geplanten Änderungen in der Kranken- und Pflegeversicherung bedrohten akut die ambulante Versorgung, hieß es.

Die Diakonieverbände riefen zugleich die Wahlberechtigten dazu auf, ihr Wahlrecht wahrzunehmen. In Sachsen-Anhalt wird am Sonntag ein neuer Landtag gewählt. Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wählen am 20. September neue Landesparlamente.