Pflegende erleben ihren Beruf laut einer Umfrage als sinnstiftend, aber in Teilen auch als frustrierend. Wie der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe mitteilte, geht dies aus der jährlichen, nicht repräsentativen Onlinebefragung „Pflege, wie geht es dir?“ mit rund 3.000 Teilnehmenden hervor. Sie wurde zum Internationalen Tag der Pflegenden am Dienstag veröffentlicht.
Frust gebe es vor allem über fehlende Beteiligung, mangelnde Transparenz und unzureichende Anerkennung, hieß es. Die Ergebnisse zeigten aber auch sehr klar, dass sich Pflegefachpersonen nicht von ihrem Beruf abwendeten, sagte Verbandspräsidentin Vera Lux.
Sinnstiftender Beruf
Insgesamt 83 Prozent der Teilnehmenden ohne Leitungsverantwortung empfänden ihren Beruf als sinnstiftend. Zugleich stimmten aber nur rund drei Prozent voll und ganz der Aussage zu, dass die Kompetenz von Pflegefachpersonen gesellschaftlich anerkannt wird. 76 Prozent der Befragten seien bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. Zugleich treffe diese hohe Verantwortungsbereitschaft auf Rahmenbedingungen, die Beteiligung strukturell ausbremsten.
Wechselbereitschaft und Ausstiegsgedanken nähmen zu, hieß es. Jede fünfte Pflegefachperson (20 Prozent) ohne Führungsverantwortung habe in den vergangenen zwölf Monaten mehrmals wöchentlich oder sogar täglich darüber nachgedacht, den Arbeitgeber zu wechseln. 16 Prozent dachten ebenso häufig daran, den Pflegeberuf ganz aufzugeben. Dabei werde die Zusammenarbeit im Team besser bewertet als die Wertschätzung durch Arbeitgeber oder Führungskräfte.