Nur noch 44 Prozent der Jugendlichen blicken laut einer Umfrage optimistisch in die Zukunft Deutschlands. Das sind 18 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2021, wie die Barmer Krankenkasse als Auftraggeberin der Sinus-Jugendstudie 2025/26 am Dienstag in Berlin mitteilte. Noch niedriger sei der Wert beim Blick auf die Welt.
Nur 36 Prozent der Befragten sind demnach optimistisch, nach 44 Prozent im Jahr 2021. 80 Prozent sähen allerdings ihre persönliche Zukunft positiv (2021: 81 Prozent). Mit ihrem eigenen Leben seien 82 Prozent der Befragten zufrieden, mehr als in den Vorjahren. Nur 15 Prozent seien unzufrieden.
63 Prozent haben Angst vor Krieg
„Jugendliche trennen offenbar zwischen einer unsicheren und schwer beeinflussbaren Welt und ihrer eigenen Zukunft“, sagte der Barmer-Vorstandsvorsitzende Christoph Straub: „Es ist zu hoffen, dass dieser persönliche Zukunftsoptimismus trotz der bundesweiten und globalen Herausforderungen nicht abnimmt.“
Die mit Abstand größte Sorge bereitet den Jugendlichen demnach Krieg mit 63 Prozent. Das sind zehn Prozentpunkte mehr als vor drei Jahren. 44 Prozent nennen den Klimawandel und jeweils 43 Prozent politischen Populismus und Extremismus sowie Umweltverschmutzung als Grund zur Sorge.
Wenig Sorge vor Wirtschaftskrisen
Rund ein Viertel (23 Prozent) der Befragten bereitet die Arbeitsplatzsuche große Sorge, 18 Prozent die Ausbildung. Eine geringere Rolle spielen Wirtschafts- (28 Prozent) und Energiekrisen (23 Prozent).
Die Sinus-Jugendstudie im Auftrag der Barmer wird seit 2021 jeden Herbst unter bundesweit über 2.000 Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren durchgeführt.