Neuer Berliner Mietspiegel erschienen
Berlin (epd).

Laut dem neuen Berliner Mietspiegel 2026 liegt die durchschnittliche Nettokaltmiete in der Hauptstadt aktuell bei 7,71 Euro pro Quadratmeter. Das sind 50 Cent mehr als im Jahr 2024 (7,21 Euro). Hierbei handele es sich um den allgemeinen Mittelwert aller erhobenen Nettokaltmieten, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen am Donnerstag mit. Der neue Mietspiegel löst den bisherigen von 2024 ab.

Laut Senatsverwaltung gilt der neue Berliner Mietspiegel für rund 1,6 Millionen mietspiegelrelevante Wohnungen und basiert auf etwa 17.000 Miet- und Ausstattungsdaten. Im Mietspiegel wird nach einfachen, mittleren und guten Wohnlagen unterschieden, nach Baujahr des Hauses und nach der Ausstattung. Demnach befinden sich ein knappes Drittel (29,4 Prozent) der Adressen in einfacher Wohnlage, die Hälfte (49,9 Prozent) in mittlerer Wohnlage und jede fünfte (20,7 Prozent) in guter Wohnlage.

Maximal 15 Prozent in drei Jahren

Mieterinnen und Mieter könnten auf Grundlage des Mietspiegels Mieterhöhungsforderungen überprüfen und sich damit vor unrechtmäßigen Mieterhöhungsverlangen schützen, heißt es. Vermieter und Vermieterinnen könnten bei der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete auf die Daten des Mietspiegels zurückgreifen. In Berlin dürfen Vermieter die Miete innerhalb von drei Jahren um maximal 15 Prozent anheben, allerdings nur, wenn sie damit unter dem Mietspiegel bleiben.

Bausenator Christian Gaebler (SPD) erklärte, dem Mietspiegel komme nicht nur eine befriedende Rolle zwischen den Mietvertragsparteien zu. Er bilde auch die Basis etwa für das Vorgehen gegen Mietspreisüberhöhungen.