Die Berliner Malteser Praxis für Menschen ohne Krankenversicherung hat im vergangenen Jahr knapp 5.000 Menschen behandelt. 2025 wurden 4.886 Menschen versorgt, 112 mehr als ein Jahr zuvor, wie die katholische Hilfsorganisation am Donnerstag in der Hauptstadt mitteilte. Die Berliner Praxis feiert am Dienstag ihr 25-jähriges Bestehen.
Die Patientinnen und Patienten der Praxis im vergangenen Jahr stammten aus 110 verschiedenen Ländern. Dabei habe der Anteil von Patientinnen und Patienten mit einer deutschen Staatsangehörigkeit deutlich zugenommen, erklärte eine Sprecherin. Neben der Behandlung bespreche die Praxis mit den Patientinnen und Patienten auch, wie sie wieder Zugang zur regulären Gesundheitsversorgung finden könnten.
21 Praxen in ganz Deutschland
Derzeit engagieren sich demnach 39 Ärztinnen und Ärzte ehrenamtlich in der Praxis in Berlin-Wilmersdorf. Dabei seien unter anderem Fachrichtungen wie Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Dermatologie abgedeckt. Begonnen habe die Praxis 2001 mit einer Ärztin in Teilzeit. Inzwischen gebe es 21 solcher Praxen der Malteser in ganz Deutschland. Zur Jubiläumsfeier am Dienstag wird auch der Berliner Erzbischof Heiner Koch erwartet.
Eine Krankenversicherung ist in Deutschland für jeden Menschen verpflichtend. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes waren im Jahr 2023 trotzdem rund 72.000 Menschen nicht krankenversichert. Gründe dafür sind laut Deutschem Ärzteblatt unter anderem Schulden bei den Krankenkassen aufgrund von Insolvenzen, Einkommensausfälle oder ein fehlender Aufenthaltstitel.