Liga Sachsen: Land muss soziale Infrastruktur stärken
Radebeul (epd).

Anlässlich der Haushaltsverhandlungen für 2027/2028 appelliert die Liga der Freien Wohlfahrtspflege Sachsen an die Landesregierung, trotz knapper Kassen die soziale Infrastruktur zu stärken. „Die aktuellen Herausforderungen lassen sich nicht allein durch Sparlogik beantworten“, erklärte der Liga-Vorsitzende und Diakoniechef Dietrich Bauer am Montag in Radebeul bei Dresden. Es brauche Investitionen in soziale Stabilität, Fachkräftesicherung und funktionierende Daseinsvorsorge.

Soziale Infrastruktur sei „kein reiner Kostenfaktor, sondern ein zentraler Standortfaktor“, hieß es. Kitas, Hilfesysteme, Pflegeangebote oder Beratungsstellen schaffen laut Bauer die Voraussetzungen dafür, dass Regionen attraktiv bleiben. Die Liga bewertet die anstehenden Haushaltsverhandlungen als „Chance, notwendige Reformen gemeinsam anzugehen“.

Schulterschluss notwendig

Dazu gehören aus Sicht der Wohlfahrtsverbände Bürokratieabbau, Förderstrukturen und eine stärkere Einbindung der Praxis in politische Entscheidungen. Es brauche „einen starken Schulterschluss zwischen Politik, Kommunen und freier Wohlfahrtspflege“, hieß es. Die Liga ist der Zusammenschluss von sieben Spitzenverbänden, darunter Caritas und Diakonie.