Mit dem Beginn des Novembers erweitert die Berliner Kältehilfe ihr Angebot für die Wintersaison. Unter anderem wird die Kapazität der Notschlafplätze um mehr als ein Drittel erhöht. Zudem sind ab 1. November nachts Kältebusse unterwegs.
Die Zahl der Notschlafplätze steige ab 1. November von aktuell 707 auf 977, sagte der Sprecher der Sozialsenatsverwaltung, Stefan Strauß, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Im Laufe des Novembers werde die Zahl auf etwa 1.000 Plätze erweitert. Seit dem Start der Berliner Kältehilfe am 1. Oktober lag die Auslastung zwischen 80 und 90 Prozent.
Für diese Wintersaison konnten demnach zusätzliche Angebote mit mehr als 100 Plätzen realisiert werden. Aufgrund des saisonalen Charakters sei die Kältehilfe auch auf die Zwischennutzung von Immobilien angewiesen. „Daher ist die kontinuierliche und ganzjährige Nutzung von Immobilien eine wichtige Aufgabe der Berliner Kältehilfe“, sagte Strauß.
Stadtmission mit zwei neuen Bussen ausgestattet
Ab dem 1. November ist die Berliner Stadtmission wieder jede Nacht mit drei Einsatzfahrzeugen zwischen 20 Uhr und 1.30 Uhr in der Früh unterwegs. Darunter sind zwei neue umgebaute VW-Crafter mit elektrischer Hebebühne, um etwa Menschen im Rollstuhl befördern zu können. Anfang des Jahres erlitten bei einem Brandanschlag zwei der drei Kältebusse einen Totalschaden.
Auch das Berliner Rote Kreuz stellt ab 1. November einen Wärmebus bereit. Nach einer „Rekordsaison mit nahezu doppelt so vielen Hinweisen aus der Bevölkerung wie im Vorjahr“ werde mit einem erneut hohen Hilfebedarf und noch mehr Einsätzen gerechnet.