Hospizarbeit als Beitrag zum gesellschaftlichen Frieden gewürdigt
Erfurt (epd).

Hospizarbeit ist nach Ansicht der Regionalbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Friederike Spengler, ein wichtiger Beitrag zum gesellschaftlichen Frieden. Sie ermögliche Menschen am Lebensende, ihr Sterben möglichst „befriedet“ zu erleben, erklärte die Vorstandsvorsitzende des Thüringer Hospiz- und Palliativverbandes (THPV) zum Welthospiztag am Samstag. Das umfasse den Frieden mit sich selbst, mit der Welt und mit Gott.

In Thüringen engagieren sich den Angaben zufolge rund 1.600 Ehrenamtliche in mehr als 50 Einrichtungen unter dem Dach des THPV. Sie würden durch Aus- und Weiterbildungen auf ihre Aufgaben vorbereitet. Gemeinsam mit Pflegekräften, Ärzten, Koordinatoren und weiteren Beschäftigten ermöglichten sie die Begleitung Sterbender sowie ihrer Angehörigen in einer Zeit, in der Ängste vor Einsamkeit und Angewiesenheit am Lebensende zunähmen.

Thüringenweit mehrere Veranstaltungen geplant

Der Welthospiztag steht 2026 unter dem Motto „So bunt wie das Leben. Hospiz.“ Er soll auf die Bedeutung hospizlicher und palliativer Versorgung aufmerksam machen. Im Mittelpunkt stehen dabei die unterschiedlichen Lebensgeschichten der begleiteten Menschen ebenso wie die Vielfalt der haupt- und ehrenamtlich Tätigen.

Thüringenweit sind rund um den Aktionstag mehrere Veranstaltungen geplant. So gibt es in Gotha am Samstag eine Lesung zum Thema „Was ich unbedingt noch sagen wollte“. In Wurzbach findet am Sonntag ein Gottesdienst zum Welthospiztag statt. In Eisenach wird am 27. Oktober der Film „Ich sterbe - kommst Du?“ gezeigt. Zudem informieren Hospizdienste über Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements.